Migration
Wie viele Menschen beantragen Asyl, woher kommen sie und wie wird entschieden? Wie viele werden eingebürgert, wer zieht nach Deutschland – und wer verlässt das Land? Mit Vergleich zur EU.
Zwei Zählweisen. Das Statistische Bundesamt zählt jede An- und Abmeldung über die Grenze, auch kurze Aufenthalte und Abmeldungen von Amts wegen, wenn jemand ohne Abmeldung verschwunden ist und die Behörde das später bereinigt. Eurostat zählt nur, wer mindestens zwölf Monate bleibt bzw. wegbleibt. Deshalb sind die Zahlen von Eurostat kleiner:
Wer auswandert. Über Beruf, Ausbildung und Gründe sagt die amtliche Statistik nichts. Befragungen wie die German Emigration and Remigration Panel Study des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigen: Deutsche, die auswandern, sind im Schnitt jünger und deutlich besser ausgebildet als der Durchschnitt; die Gründe sind meist Beruf, Partnerschaft und Lebensqualität, und ein großer Teil kehrt nach einigen Jahren zurück.
Ausländer, die gehen. Viele Fortzüge betreffen Menschen, die nur einige Jahre in Deutschland gearbeitet oder studiert haben, etwa aus Rumänien, Polen oder Bulgarien, die oft auch wiederkommen. Bei rund jedem sechsten Fortzug ist kein Zielland bekannt – meist Abmeldungen von Amts wegen.