Geld & Inflation
Was ist mein Geld von damals heute noch wert? Was ist teurer geworden, was billiger – und wie hat sich der Warenkorb verändert, mit dem die Inflation gemessen wird?
DM
DM
€
Brutto mit brutto vergleichen, netto mit netto.
Beispiele
Grundlage ist der amtliche Verbraucherpreisindex: Jahresdurchschnitte,
vor 1991 für Westdeutschland (früheres Bundesgebiet), vor 1962 für Arbeitnehmerhaushalte mit mittlerem Einkommen.
Beträge vor 2002 rechnet der Rechner in D-Mark – 1 € = 1,95583 DM.
Was derselbe Einkauf in jedem Jahr gekostet hat
Kaufkraft-Tabelle
Was 100 Mark bzw. Euro aus jedem Jahr heute wert sind
Inflation Jahr für Jahr
Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahr in % · bis 1991 Westdeutschland ·
gestrichelt: Ziel von 2 %
Die großen Inflationswellen
Monat für Monat – und was dahintersteckt
Verbraucherpreisindex, Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in %
Was die Inflation treibt
Beitrag der Gütergruppen zur Inflationsrate in Prozentpunkten (HVPI, näherungsweise) –
die Säulen ergeben zusammen die Rate
Die Raten vor 2000 sind aus den Indexwerten berechnet und können um 0,1 Punkte von den damals
veröffentlichten abweichen. Wie Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern dasteht, zeigt der
EU-Vergleich (Kennzahl Inflation).
Preisänderung
Veränderung in % · Klick auf einen Balken zeigt den Verlauf
Preisverlauf
Index, Startjahr = 100
Alle Positionen
Klick auf eine Zeile zeigt den Verlauf · Anteil am Warenkorb: so viel von 1.000 € Konsumausgaben
Grundlage ist der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der für alle EU-Länder gleich
berechnet wird und die Preise nach rund 550 Verwendungszwecken aufschlüsselt. Er enthält – anders als der Verbraucherpreisindex –
keine Kosten für selbst genutztes Wohneigentum. Qualität wird herausgerechnet: Wird ein Computer schneller,
gilt das als Preissenkung. Fernseher und Computer sind deshalb in der Statistik viel billiger geworden, auch wenn ein neues
Gerät im Laden nicht weniger kostet.
Der Warenkorb legt fest, mit welchem Gewicht jede Ware und Dienstleistung in die Inflation
eingeht – nach dem Anteil an den Konsumausgaben aller Haushalte. Er wird jedes Jahr angepasst. Die Zahlen zeigen, wie viel von
1.000 € Konsumausgaben auf eine Gruppe entfallen.
Wofür das Geld ausgegeben wird – seit 1996
Anteil der Hauptgruppen am Warenkorb in %
Damals und heute
Euro je 1.000 € Konsumausgaben · Klick auf eine Hauptgruppe zeigt ihre Teile
Teile einer Hauptgruppe
Euro je 1.000 € Konsumausgaben
Was im Warenkorb gewonnen und verloren hat
größte Veränderungen der Untergruppen, Euro je 1.000 €
Zur Einordnung: Das Gewicht steigt auch, wenn nur der Preis steigt – Strom hat 2023 mehr Gewicht,
weil er teurer wurde, nicht weil mehr verbraucht wurde. Der Sprung bei Gesundheit ist vor allem methodisch:
Ab 2000 wurden Pflege- und Krankenhausleistungen in den HVPI aufgenommen. Seit 2026 gilt eine neue Gliederung (COICOP 2018);
Eurostat hat die früheren Jahre darauf umgerechnet.
Meine Ausgaben im Monat
Vorbelegt mit einem Durchschnittshaushalt (2.800 € Konsumausgaben, verteilt wie im amtlichen
Warenkorb). Tragen Sie Ihre eigenen Beträge ein – grob geschätzt genügt. Mit ▸ lässt sich eine Gruppe aufteilen.
Woher meine Teuerung kommt
Beitrag der Ausgabengruppen in Prozentpunkten – zusammen ergeben sie Ihre Inflation
Die Rechnung hält Ihren Warenkorb über den ganzen Zeitraum fest; die amtliche Statistik passt die Gewichte
jedes Jahr an. Grundlage sind die Preisindizes des HVPI je Gruppe. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser.
Zinsen und Inflation
Durchschnittliche Zinsen deutscher Banken für neue Einlagen privater Haushalte und Inflationsrate in % ·
liegt die Inflation über dem Zins, verliert Erspartes an Wert
Was aus Erspartem wurde
Mit dem jeweiligen Durchschnittszins der Banken, monatlich verzinst, ohne Steuern.
Wer den besten Anbieter wählte, bekam oft deutlich mehr.
Löhne und Preise
Index, 2000 = 100
Reallohn Jahr für Jahr
Durchschnittlicher Bruttolohn je Vollzeitstelle, preisbereinigt – Veränderung zum Vorjahr in %
Miete, Energie und Lohn
Index, 2000 = 100 · Mieten und Energie aus dem Verbraucherpreisindex (Jahresmittel)
Ist Wohnen teurer geworden?
Der Verbraucherpreisindex misst die Mieten aller Mietverhältnisse – auch
langjährige Verträge, deren Miete kaum steigt. Neuvertragsmieten in Großstädten sind seit 2010 viel stärker gestiegen; dafür gibt
es keine amtliche bundesweite Monatsreihe. Nebenkosten wie Heizung stecken in „Haushaltsenergie“.
Quellen: Verbraucherpreisindex – Statistisches Bundesamt (über die Deutsche Bundesbank; vor 1991 „Lange Reihen ab
1948“); HVPI, Wägungsschema und Löhne – Eurostat, © Europäische Union, CC BY 4.0; Zinsen – Europäische Zentralbank.