Arbeitsmarkt, Insolvenzen und Gründungen
Wie viele Menschen sind arbeitslos – im Land, im Kreis, im Vergleich zu früher? Wie viele Unternehmen und Verbraucher gehen in die Insolvenz, in welchen Branchen, und werden genug neue Firmen gegründet?
Arbeitslose seit 1991
Arbeitslosenquote West und Ost
in % aller zivilen Erwerbspersonen (bis 1991 der abhängigen); Ostdeutschland mit Berlin
Je Land
Kreise
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Arbeitslos ist, wer bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter gemeldet ist, eine Stelle
ab 15 Stunden pro Woche sucht und sofort verfügbar ist. Nicht mitgezählt werden z. B. Teilnehmer an Weiterbildungen oder ältere
Arbeitslose mit besonderen Regeln – die Unterbeschäftigung ist deshalb höher. Die Arbeitslosenquote der EU (Erwerbslose nach
ILO-Konzept, auf der Wirtschaftsseite) beruht auf einer Befragung und liegt in Deutschland deutlich niedriger.
2005 stieg die Zahl durch die Hartz-IV-Reform, weil erwerbsfähige frühere Sozialhilfeempfänger seither mitgezählt werden.
Unternehmensinsolvenzen je Jahr
beantragte Verfahren, bis 1990 früheres Bundesgebiet
Nach Branche
Je Monat
Insolvenzen nach Schuldner
Im EU-Vergleich
Insolvenzen je Quartal, Index 2021 = 100 (saisonbereinigt)
Quelle: Statistisches Bundesamt (Insolvenzstatistik), Eurostat (Insolvenzindex). Eine Insolvenz ist nicht dasselbe wie eine
Geschäftsaufgabe: Die meisten Unternehmen schließen ohne Insolvenz, etwa aus Altersgründen. 2020 und 2021 war die Antragspflicht wegen
Corona teilweise ausgesetzt, deshalb gab es weniger Insolvenzen. Verbraucherinsolvenzen stiegen 2021, weil die Restschuldbefreiung von
sechs auf drei Jahre verkürzt wurde und viele mit dem Antrag gewartet hatten.
Gründungen und Insolvenzen je Quartal
Deutschland, Index 2021 = 100 (saisonbereinigt)
Neue und geschlossene Unternehmen je Jahr
Deutschland, Unternehmen mit Umsatz oder Beschäftigten (Industrie, Bau, Handel, Dienstleistungen ohne Staat)
Gründungsrate im EU-Vergleich
Gründungsindex im Vergleich
je Quartal, Index 2021 = 100
Quelle: Eurostat (Unternehmensdemografie; Index der Unternehmensregistrierungen und Insolvenzen), © Europäische Union, CC BY 4.0. Die
Gewerbeanzeigen des Statistischen Bundesamts sind nur in der anmeldepflichtigen Datenbank abrufbar und hier deshalb nicht enthalten. Die
Unternehmensdemografie erscheint mit rund zwei Jahren Verzögerung; Gründungsrate = neue Unternehmen je 100 aktive Unternehmen. Die Schließungen des letzten Jahres sind vorläufig (ein Unternehmen gilt erst
als geschlossen, wenn es zwei Jahre inaktiv bleibt) und werden oft deutlich nach unten berichtigt; für Deutschland gibt es vergleichbare Werte
erst ab 2021.